Experten prophezeien für die nächsten Jahre eine Wohnungsknappheit, der nur durch den Neubau von mehr als 400.000 Wohnungen pro Jahr vorgebeugt werden kann. Doch dafür fehlt der Platz – und Hochhäuser sind nur bedingt eine Lösung.

Hochhäuser sind unbeliebt

Das Mittel gegen die Wohnungsnot könnte so einfach sein: Skyscraper bzw. Wohnhochhäuser en masse, in denen alle Wohnungssuchenden untergebracht werden könnten.

Doch es gibt zwei Probleme:

  1. Hochhaus bedeutet nicht gleich günstig (vor allem in Großstädten), wodurch die Zielgruppe abgeschreckt werden könnte, dort hinzuziehen.
  2. Diese Möglichkeit ist bei vielen potenziellen Mietern total unbeliebt – dementsprechend schlecht sind die Vermarktungsaussichten.

Obwohl moderne Hochhäuser viel Komfort bieten und nur noch wenig mit dem typischen Bild der Plattenbauten zu tun haben, ist eben genau dies in den Köpfen der Wohnungssuchenden verankert.

Umfragen der Welt zufolge wollen daher nur

  • etwa 7 % in einem Wohnblock mit mehr als 12 Parteien und
  • ca. 15 % in Hochhäusern mit mehr als 7 Etagen wohnen.

Deutlich beliebter sind folgende Wohnvarianten:

  • Mehrfamilienhäuser mit 5 bis 8 Parteien: 22,2 %
  • Reihenhäuser: 36,4 %
  • kleinere Mehrfamilienhäuser: 38,2 %
  • Doppelhaushälfte: 40,9 %
  • freistehendes Einfamilienhaus: 79,7 %.

Bislang ist fraglich, ob geringere Wohnungspreise mehr Interessenten für große Wohnkomplexe anlocken, doch Experten empfehlen die Senkung der Kosten, um die potenzielle Zielgruppe zu vergrößern.

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