Wie und was Vermieter abrechnen müssen

 

Die Nebenkostenabrechnung ist immer wieder Gegenstand von Unstimmigkeiten zwischen Mieter

und Vermieter. Vielen Vermietern erscheint die Nebenkostenabrechnung als lästige Pflicht. Sie

schieben sie auf die lange Bank. Wer jedoch zu spät abrechnet, verschenkt womöglich eine Menge

Geld. Daher lohnt es sich, die Fristen einzuhalten. Innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der

Abrechnungsperiode muss die Nebenkostenabrechnung erfolgen.

Grundlage für die Vereinbarung der Nebenkosten bildet der Mietvertrag. Nur was darin als Betriebs-

und Nebenkosten aufgeführt ist, muss der Mieter bezahlen. Zu diesen Kosten gehören die laufenden

öffentlichen Lasten des Grundstücks, die Grundsteuer, die Grundsteuer, Wasser, Heizungs- und

Warmwasserkosten, Kosten für den Aufzug, Straßenreinigung undMüllabfuhr, Entwässerung,

Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Gartenpflege, Sachversicherungen, Haftpflichtversicherungen,

Hausmeister, maschinelle Wascheinrichtungen, Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, Kosten

für Antenne und Kabelanschluss sowie sonstige Betriebskosten. Nicht umlagefähig dagegen sind

sämtliche Kosten, die die Verwaltung Betreffen. Dazu zählen die Kosten für den Hausverwalter, aber

auch Telefon- und Portokosten, Zinsen und Bankgebühren. Reparatur- und Instandhaltungskosten

sind durch den Vermieter zu zahlen, auch wenn diese vom Hausmeister vorgenommen wurden.

In welcher Form Vermieter Mietern die Nebenkostenabrechnung vorlegen, ist nicht vorgegeben. Die

Mitteilung in Form eines Aushangs im Treppenhaus ist allerdings nicht zulässig. Die

Nebenkostenabrechnung muss durch den Mieter nachprüfbar und nachvollziehbar sein. Dies ist am

einfachsten, wenn sie in Form einer Tabelle erstellt wird. Enthalten muss die Abrechnung neben der

Bezeichnung der Wohnung und des Abrechnungszeitraums die jeweiligen Gesamtkosten für das

Gebäude, den Verteilerschlüssel, den individuellen Anteil der Kosten für den Mieter, eine

Gegenüberstellung der Gesamtsumme und der Vorauszahlungen des Mieters. Für den Mieter muss

zudem eindeutig ersichtlich sein, welche Erstattung beziehungsweise Nachforderung sich aus der

Abrechnung ergibt und welche Höhe die neuen Vorauszahlungsbeträge haben.

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