Während viele Unternehmen und Politiker hierzulande nach dem Brexit-Voting noch nicht wissen, wie es bei einem Austritt der Briten aus der EU weitergehen soll, sehen sich internationale Investoren aus China, der Golfregion und Russland nun auf dem deutschen Immobilienmarkt um.

Investitionen außerhalb der EU sind risikoreich

Bislang galt London als das Eldorado für Investoren. Vor allem im Zentrum, nahe der Themse, gibt es eine Reihe sogenannter Geisterhäuser, die zwar frisch renoviert sind – aber unbewohnt sind. Grund hierfür sind Investoren aus dem Ausland, die in Großbritannien Immobilien erwerben und dann einfach abwarten. Sie erhalten dadurch zwar keine Mieteinnahmen, profitieren aber von Preiszuwächsen von bis zu zehn Prozent pro Jahr.

Doch nach dem Brexit ist ungewiss, wie es weitergeht, daher hielten sich besagte Investoren schon in den letzten Monaten zurück.

Deutschland rückt in den Fokus der Investoren

Nach Angaben des Präsidenten des Zentralen Immobilien Ausschusses (kurz ZIA), Andreas Mattner, ist das Risiko hoch, dass Deutschland nun als neues Ziel für derartige Investitionen auserkoren wird. Aufgrund der Stabilität der Fundamentaldaten der Bundesrepublik, handelt es sich bei Deutschland derzeit um einen der lukrativsten und vor allem sichersten Geldhorte in Europa.

Doch Experten, wie Alexander Harnisch von Diamona & Harnisch, befürchten keine Geisterviertel in begehrten Städten, wie Berlin und München. Dafür sei der Markt hierzulande viel zu stabil.

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