Der Wohnungsmarkt ist hart umkämpft und immer wieder kommen die Diskussionen darüber auf, wie weit die Mieten möglicherweise noch steigen können. Doch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln teilt nun mit, dass der Anstieg der Mieten gar nicht so stark vorhanden ist, wie immer gesagt wird. Stattdessen sind es vor allem die Lebenshaltungskosten, die in die Höhe gehen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln belegt die genannten Behauptungen auch durchaus mit Zahlen. So wird darauf eingegangen, dass das Einkommen in den Jahren von 2010 bis 2016 einen Anstieg um 11,5 % verzeichnen kann. Bei den Mieten liegt der Anstieg jedoch nur bei 10.2 %. Dennoch ist die Wahrnehmung von starken Anstiegen bei den Mieten nicht ganz verkehrt. Gerade dann, wenn der Blick in Richtung Berlin oder München gerichtet wird, zeigt sich, dass hier der Anstieg immerhin zwischen 13 % und 26 % liegt. Im Vergleich zum gestiegenen Einkommen haben die Mieten die Nase vorn.

Die Mietpreisbremse und ihre Auswirkungen

Rund ein Jahr ist es nun her, dass die Mietpreisbremse in Kraft getreten ist. Auf der Basis der Mietpreisspiegel aufgebaut, ist es besonders wichtig, dass genau diese Spiegel zuverlässige Angaben zur Verfügung stellen. Werden Bestandsimmobilien wieder vermietet, dann darf die Miete die Vergleichsmieten nicht um mehr als 10 % übersteigen. Weder Neubauten noch sanierte Wohnungen werden durch die Mietpreisbremse beschnitten. Vermieter suchen nun natürlich nach Wegen, wie sie weiterhin die Mieten nach ihren Vorstellungen anpassen können. Als eines der Schlupflöcher werden die möblierten Wohnungen angesehen. Möblierte Wohnungen sind gerade für Mieter interessant, die nur auf Zeit in einer bestimmten Stadt bleiben möchten oder vielleicht nicht die Möglichkeit haben, ihre Wohnung selbst auszustatten.

Möblierte Wohnungen und die Miete

Viele Vermieter möchten gerne mehr Freiheit in der Mietfestlegung haben. Das ist aus Sicht der Vermieter durchaus nachvollziehbar. F+B Hamburg ist ein Forschungsinstitut, das sich nun mit der Thematik der möblierten Wohnungen befasst hat. Anders als erwartet, ist der Markt für diese Wohnungen durchaus vorhanden und das in einer deutlich höheren Nachfrage, als man vermuten würde. In Hamburg bewegt sich eine möblierte Wohnung durchschnittlich bei etwa 60 % in der Miethöhe über den unmöblierten Wohnungen. Das basiert aber nicht auf dem Punkt, dass die möblierten Wohnungen keiner Höhenregulierung unterliegen würden. Dies ist nicht der Fall. Stattdessen ist es möglich, einen Möblierungsaufschlag festzulegen. Wie hoch dieser Aufschlag sein darf, hängt von den Möbeln und ihrem jeweiligen Zeitwert ab. Bisher können Vermieter dieses Schlupfloch also noch nutzen. Dabei ist es jedoch wichtig zu wissen, ob das Interesse an möblierten Wohnungen auch in den Regionen besteht, in denen sich die Immobilien befinden.

F+B Hamburg hat nun angeboten, die Studie, die bisher nur für den Standort Hamburg besteht, auch auf andere Standorte auszuweiten. Das heißt, Investoren, die an möblierten Wohnungen interessiert sind, können mit Hilfe der Studie herausfinden, ob sich die Investition in geplante Objekte lohnen kann.

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