Nach wie vor sind die Zinsen niedrig, dennoch stellen sich viele Menschen die Frage, ob sie wirklich kaufen sollen oder doch lieber Mieter bleiben. Vor allem junge Menschen wagen den Schritt in das Abenteuer Eigenheim nur selten. Fraglich ist, wann es sich überhaupt lohnt, zu mieten oder zu kaufen.

In Bezug auf die Frage, ob Miete oder Eigenheim, lohnt sich vor allem der Blick auf die junge Generation. Bereits seit zehn Jahren bleibt die Quote rund um das Wohneigentum in Deutschland gleich. Dabei ist interessant zu sehen, dass gerade die jungen Menschen nur selten eine Immobilie kaufen. Ungefähr 43% der Haushalte in Deutschland leben in einer Eigentumswohnung und diese gehören in erster Linie den älteren Haushalten. Jüngere Menschen entscheiden sich allerdings häufiger für die Miete. Forscher gehen davon aus, dass hier ein Zusammenhang besteht zwischen Wohneigentum und Familienbildung. Viele junge Menschen leben als Singles in Ein-Personen-Haushalten, der Drang nach Eigentum ist daher nicht so groß. Anders sieht es bei jungen Familien aus: Diese streben immer früher zum Wohneigentum. Gerade in den großen Städten spielt auch eine Wohnungsknappheit und die damit im Zusammenhang stehenden steigenden Preise eine Rolle.

In Städten geht der Trend zur Miete

Es ist erkennbar, dass gerade in den Großstädten und Ballungsgebieten der Trend zur Miete steigt. Das ist durchaus zu erklären, denn die Kosten für Eigentum in den Städten steigen an. Es ist gut möglich, dass die Kostenersparnis durch eine mögliche Finanzierung nicht mehr gegeben ist. Allerdings sollte dies nicht pauschal so gesehen werden. Zwar heißt es, dass die ansteigenden Immobilienpreise in den Städten dafür sorgen, dass wieder mehr Menschen auf die Miete zurückgreifen. Dennoch gibt es nach wie vor gute Angebote, die für Interessenten an einem Eigenheim eine Alternative darstellen können. Bisher gehen Experten übrigens nicht von einer Preisblase aus, wie es immer wieder heißt. Zwar steigen die Kosten für Immobilien, dennoch bleiben die Zinsen weiter niedrig und die Preissteigerungen sind in erster Linie in den Städten zu sehen. Es gibt durchaus Aspekte, wo die Miete die bessere Wahl ist, beispielsweise in Großstädten, wie München oder in Düsseldorf, wo Mieter schon lange in ihren Wohnungen leben und noch nicht an den erhöhten Mieten beteiligt wurden. Wer dennoch über Wohneigentum nachdenkt, der sollte mit diesem Gedanken nicht abschließen.

Wohneigentum ist weiter empfehlenswert

Ein Blick auf die Zinsen macht deutlich, dass es nach wie vor lohnenswert ist, sich mit Eigentum zu beschäftigen. Teilweise ist das Baugeld schon mit einem Zinssatz von weniger als einem Prozent erhältlich. Wer sich mehr als 20 Jahre an die Zinsen binden möchte, braucht nicht mehr als 1,5% zu zahlen. Die günstigen Möglichkeiten für die Finanzierung können nach wie vor auch die Teuerungen in Ballungsgebieten ausgleichen. Auch wer in vermietete Objekte investieren möchte, der kann mit einem guten Verhältnis von Kosten und Nutzen ein Plus machen. Es ist empfehlenswert, für die Suche nach dem passenden Objekt Zeit zu investieren und die Hilfe von einem Profi in Anspruch zu nehmen. Makler haben einen anderen Zugriff auf den Markt und sind eine gute Unterstützung.

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