Die Metropolen erleben eine Preisexplosion bei den Mieten. Im Wohngeld- und Mietenbericht 2016 der Bundesregierung wurden die Mietpreise beleuchtet. Dabei wurde festgestellt, dass im Zeitraum zwischen 2014 und 2016 die Angebotsmieten für Erstvermietungen und Wiedervermietungen von Wohnungen um 5,1 % pro Jahr gestiegen sind. Mieter mussten 2016 mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 9,71 Euro pro Quadratmeter rechnen. Die kreisfreien Großstädte verzeichneten einen Preisanstieg von 3,7 % und die Universitätsstädte von 3,5 %. 

Bei den Bestandsmieten gab es keine großen Veränderungen. So lag 2016 der Durchschnittspreis bundesweit bei 5,75 Euro pro Quadratmeter, während dieser ein Jahr zuvor 5,69 Euro betrug. Bei den Erstvermietungen und Wiedervermietungen gab es dagegen eine dynamischere Preisentwicklung. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag hier bei 7,65 Euro pro Quadratmeter: 8,03 Euro pro Quadratmeter in den alten Bundesländern und 6,64 Euro im Osten.

Bevölkerungsanstieg in den großen Städten

Eine wichtige Rolle für den Preisanstieg spiele unter anderem der Zuzug in die Großstädte, in die es besonders junge Menschen zieht. Der Binnenwanderungssaldo bei den 18- bis unter 25-Jährigen lag im Jahr 2014 bei durchschnittlich 41,5 Personen je 1.000. Statistiker erwarten beispielsweise, dass Frankfurt am Main bis zum Jahr 2030 einen Bevölkerungsanstieg von 715.000 auf 810.000 verzeichnen werde.

Große Preisunterschiede von Region zu Region

Der Bericht zeigt auf, dass es große regionale Unterschiede gibt. Während die Quadratmeterpreise in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Wunsiedel unter 4,30 Euro liegen, so müssen in München mit bis zu 15,65 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden. Eine Untersuchung von JLL habe ergeben, dass die Mietpreise in der Hauptstadt Berlin seit 2004 um 80 Prozent gestiegen sind. Trotz dessen rechnet die Bundesbank derzeit nicht mit einer Immobilienblase, mahnt jedoch dazu, wachsam zu sein.

Die Wohngeldreform hat zu steigender Zahl von Wohngeldempfängern geführt

Zwischen 2013 und 2015 hat sich die Zahl der Wohngeldempfänger auf 460.080 Haushalte reduziert, was einer Reduzierung von 31 Prozent entspricht. Seitdem aber die Wohngeldreform Anfang 2016 in Kraft getreten ist, nahm diese Zahl wieder zu, und zwar um 43 Prozent auf 660.000 Haushalte. In Bezug auf die Ausgaben bedeutet das für das Jahr 2016 eine Erhöhung um 68 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro (2015: 680 Millionen Euro).

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