Sowohl Wohnimmobilienkäufer als auch Wohnimmobilienmieter zieht es in die Umlandgemeinden der deutschen Ballungsräume. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsgesellschaft F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt. Gemäß des F+B-Wohnindex sind die inserierten Neuvertragsmieten für das erste Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum am deutlichsten in München und dem Münchener Umland in die Höhe geklettert.

Im Jahresvergleich ist das im Münchener Umland gelegene Germering Spitzenreiter, denn die durchschnittlichen Mietpreise haben, im Vergleich zum ersten Quartal 2017, ein Plus von 18,8 Prozent verzeichnen können. Und auch verglichen mit dem Vorquartal wurde ein Anstieg um zwei Prozent registriert, wodurch der Quadratmeter hier aktuell 13 Euro kostet. Auch in den beiden Münchener Umlandgemeinden Olching und Unterschleißheim gab es einen deutlichen Anstieg, nämlich um etwa zehn Prozent.

Preissteigerungen bei Wohnimmobilien

Laut des F+B-Wohnindex verzeichnen die Wohnungsmieten einen geringeren Anstieg als die Kaufpreise. Während die Neuvertragsmieten im bundesweiten Durchschnitt um ein Prozent teurer geworden sind und die Bestandsmieten um 0,4 Prozent, so sind die Preise für Eigentumswohnungen um 1,7 Prozent gestiegen und bei den Ein- und Zweifamilienhäusern wurde sogar ein Plus von 3,8 Prozent festgestellt.

Angesichts der hohen Nachfrage von Selbstnutzern und Kapitalanlegern wächst die Preisentwicklung in den Top 7 kontinuierlich. Die hohe Nachfrage führe laut F+B zu „Überschwappeffekten” auf die im Umland liegenden Gemeinden. Es wird erwartet, dass selbst das geplante Baukindergeld keinen Einfluss darauf haben wird, so eine Analyse des Pestel-Instituts.

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