Wie der CBRE-empirica-Leerstandsindex zeigt, wird Wohnraum vor allem in Wachstumsregionen knapp. Seit sieben Jahren ist die Leerstandsquote rückläufig. Derzeit liegt sie laut Pressemitteilung von dieser Woche bei 3,1 %.

 

Nicht erst seit den neuesten Diskussionen um die Mietpreisbremse ist klar: Wohnraum wird in Deutschland knapper. Vor allem in Ballungsgebieten und Metropolen nimmt der Leerstand ab. Das zeigen die Untersuchungen des unabhängigen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Beratungsunternehmens empirica.ag. Der CBRE-empirica-Leerstandsindex gibt den marktaktiven Leerstand in Geschosswohnungen an. Nach Dr. Braun, Diplom-Volkswirt und Vorstandsmitglied von empirica, werden Ruinen oder dysfunktionale Leerstände bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

 

Der bundesweite Durchschnitt des marktaktiven Leerstandes beträgt derzeit 3,1 %. Während Wachstumsregionen einen Leerstand von durchschnittlich 2,1 % aufweisen, sind die Zahlen in Ostdeutschland mit 6,1 %, ausgenommen Berlin, deutlich höher. Doch auch Regionen, in denen die Einwohnerzahlen schrumpfen, zeigen einen stagnierenden Leerstand mit einer Quote von rund 6,6 %. Die niedrigste Leerstandsquote haben die Städte München, Hamburg, Münster, Darmstadt und Frankfurt am Main. Doch auch in Städten, die viel Leerstand aufweisen, zeichnen sich Veränderungen ab. So ist die Leerstandsquote beispielsweise in Halle und Schwerin um rund zwei Prozentpunkte gesunken.

 

Bisher haben die Leerstandsreserven den Wohnungsmarkt entlastet. Wie Dr. Braun betont, verlängert die geplante Mietpreisbremse „die Knappheit nur unnötig“. Sie trage dazu bei, dass die Bestandswohnungen billiger werden und die Neubaunachfrage sinkt. Die Wohnraumknappheit würde damit nur unnötig verlängert, denn eine geringere Neubaunachfrage führe dazu, dass „automatisch auch weniger gebaut“ wird.

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