Wohneigentum soll der Mittelschicht zugänglich gemacht werden

Vor zehn Jahren wurde die Eigenheimzulage abgeschafft und seitdem mangelt es in Deutschland an einer Förderung von Wohneigentum. Daher besteht vonseiten Bund und Ländern Handlungsbedarf, um eine höhere Wohneigentumsquote zu erzielen. Bundesweit solle die stagnierende Wohneigentumsquote von 45 % auf 50 % erhöht werden: Etwa 340.000 Mieter sollen sich pro Jahr in Eigentümer verwandeln. Das Verbändebündnis Wohn-Perspektive Eigentum sieht vor, dass bundesweit jährlich mindestens 60.000 zusätzliche Eigenheime und Eigentumswohnungen zur Selbstnutzung gebaut werden sollen. Damit solle der Mittelschicht die Möglichkeit der eigenen vier Wände erleichtert werden.

Pläne zur Finanzierung

Verbände fordern, dass Schwellenhaushalte Eigenkapitalzuschüsse erhalten, um ihnen den Kauf eines Eigenheims zu erleichtern. Dabei begrüßen die beteiligten Verbände den von Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgestellten Plan, den Eigentumserwerb für Familien staatlich mitzufinanzieren. Ob es tatsächlich zu diesem staatlichen Förderprogramm kommt, steht allerdings noch in den Sternen. Zinsverbilligtes Fremdkapital sei für die Eigenheimfinanzierung in der aktuellen Kapitalmarktsituation nicht dienlich. Die Förderbank KfW solle ihre Wohneigentumsprogramme ausweiten, das individuelle Kreditvolumen erhöhen und eine langfristige Zinsbindung bieten.

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