Potenziellen Anlegern, die in den letzten Monaten und Jahren auf der Suche nach der perfekten Investitionsmöglichkeit waren, wurde immer wieder zum Kauf einer Immobilie geraten. Nun sollen aktuelle Zahlen belegen, dass es zu einem Sinneswandel kommen könnte.

Günstige Finanzierungskonditionen und steigende Wohnungspreise verleiteten in den letzten Jahren viele Anleger dazu, ihr Geld in Immobilien zu investieren. Doch in den letzten sechs Wochen verteuerten sich die Kreditangebote sprunghaft um 0,1 Prozentpunkte – wodurch das Ende der günstige Kreditangebote eingeläutet zu sein scheint.

Immobilienpreise sinken wieder

Durch diesen sprunghaften Anstieg werden nach Expertenaussagen die Immobilienpreise wieder sinken. Ein Blick auf den Hauspreis-Index für Eigentumswohnungen des Finanzmarktplatzes Europace, eine Plattform über die ca. 15 Prozent aller Kredite für Immobilien-Privatkunden abgewickelt werden, scheint dies zu belegen. Dort sind die registrierten Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser nur noch um 0,04 Prozent gestiegen. Wohnungen wurden im Vergleich zu April sogar um 0,13 Prozent günstiger gehandelt.

Ob diese Entwicklung wirklich ein Indiz für einen Preisstopp oder -rückgang sein kann, ist bislang unklar. Doch der Immobilienökonom des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Ralph Henger, bestätigt einen Zusammenhang zwischen den fallenden Preisen und steigenden Zinsen – schließlich können Immobilienkäufer deswegen geringere Kaufpreise zahlen.

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