Die Thematik der Fusion von Immowelt und Immonet hat das Kartellamt beschäftigt. Nun wurde die Entscheidung zu der geplanten Zusammenführung jedoch ausgesprochen: Die beiden Webseiten dürfen zu einer verschmelzen. Die als Gegenargument genannten Wettbewerbsrisiken sind nicht zu erkennen.

Konkurrenzdenken auf dem Markt

Das Angebot an Immobilien im Internet ist breit gefächert und wird bisher von ImmobilienScout 24 angeführt. Der Anbieter sieht nun jedoch Wettbewerbsgefahren, denn die Konkurrenz, bestehend aus Immowelt und Immonet, wird nun zu einem großen Portal zusammengelegt. Geplant wird diese Zusammenführung durch den Medienkonzern „Axel Springer“.

Bisher war nicht klar, ob diese Zusammenführung durch das Bundeskartellamt auch bestätigt wird. Die Behörde war dazu angehalten zu überprüfen, ob diese geplante Zusammenlegung möglicherweise Wettbewerbsrisiken mit sich bringen könnten. So hat Immobilienscout24 diese Vermutung geäußert.

Das Kartellamt jedoch kann diese Vermutung nicht bestätigen. Tatsächlich sieht die Behörde eher einen Vorteil in der Zusammenlegung. So heißt es, das zwar durch den Zusammenschluss die großen Plattformen für Immobilien-Vermittlung in Deutschland tatsächlich verringert werden. Dies kann sich jedoch auch durchaus positiv auf den Markt auswirken. Während Kunden bisher unsicher waren, welches der vielen Angebote sie nutzen sollen, kann diese Unsicherheit nun deutlich verringert werden. Bisher war zu befürchten, dass die potentiellen Kunden sich schneller für den Marktführer entscheiden, da der Markt durch mehrere kleine Plattformen übersättigt war.

Veränderungen im Bereich Immonet und Immowelt

Die beiden genannten Portale bieten Kunden die Möglichkeit, Wohnungen und auch Geschäftsräume zur Miete oder zum Kauf anzubieten oder auch zu suchen. Durch die Eintragung der Angebote in die Portale konnten Interessierte über das Internet darauf zugreifen. Als das Portal Immowelt nun zum Kauf angeboten wurde, hat sich Axel Springer um diesen Kauf beworben und den Zuschlag erhalten. Der Betrag für den Kauf liegt bei 131 Millionen Euro.

Für Springer bedeutet die Übernahme, dass das Unternehmen in Zukunft Anteile in Höhe von 55 Prozent an dem fusionierten Unternehmen aufweisen kann. Die Führung geht an Carsten Schlabritz, der bisher der Chef von Immowelt war. Nach der Zusage des Kartellamtes kann die Fusion nun vorangetrieben werden.

Die Immobiliensuche im Internet als erfolgreiche Alternative

Die Suche von Immobilien im Internet hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Vorteil hierbei liegt vor allem in der Flexibilität, die durch das Internet geboten wird. Wer auf die Suche nach einer passenden Immobilie geht, der hat von Anfang an bestimmte Vorstellungen. Diese Vorstellungen decken sich nur selten mit den Angeboten. Das Durchforsten der Zeitungen und Immobilienanzeigen in Zeitschriften kostet jedoch nicht nur Zeit sondern bringt auch visuell nicht die gewünschten Erfolge.

Während im Internet die Darstellung der Immobilien durch farbige Bilder und lange Beschreibungen einen ersten Eindruck hinterlässt, ist eine Anzeige in der Zeitung besonders kurz und knapp gehalten und enthält nur die wichtigsten Punkte. Auch in Zukunft wird die Suche von Immobilien über das Internet weiter zunehmen. Für Plattformen wie die genannten ist es daher wichtig, wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies erklärt, warum die Verantwortlichen von Immobilienscout24 der Fusion mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen und hier durchaus eine Einschränkung ihrer Kompetenzen auf dem Markt erkennen können.

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