Die Immobilienpreise in Deutschland sind immer wieder ein Thema, das die Gemüter beschäftigt. Auch wenn die noch immer günstigen Kreditzinsen dafür sorgen, dass nach wie vor ein großes Interesse am Kauf von Immobilien besteht, machen die Statistiken deutlich, dass die Immobilienpreise in Deutschland den Weg nach oben nehmen.

Wohnen in der Hauptstadt – eine Frage des Geldes

Berlin hat als Hauptstadt einen ganz besonderen Charme und bietet mit seiner Vielzahl an verschiedenen Bezirken und der bunten Mischung aus Stadtleben und Seenlandschaft eine hervorragende Basis, um sich hier niederzulassen. Das macht sich jedoch auch bei den Preisen bemerkbar. Generell zeigt sich in Berlin eine Knappheit bei Bauland und die Preise bei den Eigentumswohnungen steigen in schwindelerregende Höhen. Egal ob Grundstück, Haus oder Wohnung – die Tendenz der Preise ist steigend. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat nun neue Zahlen veröffentlich. Das Ergebnis macht deutlich, dass die Immobilienpreise in Berlin im Durchschnitt um rund 10% gestiegen sind. Das Ergebnis ist durchaus erschreckend, denn tatsächlich macht es deutlich, dass neues Bauland möglichst bald geschaffen werden sollte. Gerade in der Großstadt Berlin wird deutlich, dass Eigentumswohnungen derzeit am Markt besonders beliebt sind. Die Steigerung im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr liegt beim Verkauf der Eigentumswohnungen bei rund 40%.

Der Blick auf die Küste – steigende Preise sind erkennbar

Ähnlich wie in Berlin ist die Situation an der Küste. Sowohl in Schwerin als auch in Rostock steigt die Nachfrage in Bezug auf den Wohnraum. Der Immobilienverband Nord hat mitgeteilt, dass die Preise für den Wohnraum angestiegen sind. Stabil sind dagegen die Kosten für Land in der Region. Diese Entwicklung macht deutlich, dass im Bereich der Küstenregion das Interesse an bereits fertig gestellten Wohnungen oder Häusern deutlich höher ausfällt als der Wunsch, Bauland zu kaufen.

Hamburg gehört in Bezug auf die Immobilienpreise inzwischen ebenfalls mit zu den teuersten Städten in Deutschland. Lediglich in Freiburg und in München ist es noch teurer, in der Stadt eine Wohnung zu beziehen. Die Hansestadt ist bekannt dafür, dass die Wohnungssuche hier durchaus auch schon einmal etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann, da Wohnraum besonders knapp ist.

Köln – zumindest die Mietpreise sinken

Anders sieht es dagegen in Köln in Bezug auf die Mietpreise aus. In der Großstadt herrscht zwar nach wie vor auch Knappheit bei den Immobilien. Dennoch ist die Tendenz der Mietpreise hier fallend. Bis zu 6% weniger kosten die Mieten in Köln im Vergleich zum vorigen Jahr. Diese Zahl bezieht sich jedoch lediglich auf die angegebenen Nettokaltmieten, zu denen die Wohnungen angeboten werden. Ein Blick nach Düsseldorf macht deutlich, dass die Tendenz hier genau in die andere Richtung geht. Hier ist ein Anstieg in Höhe von 5% zu bemerken.

Interessant ist die Entwicklung in Köln vor allem deshalb, weil bei einem Rückblick auf die letzten fünf Jahre deutlich wird, dass die Mieten hier vor allem gestiegen sind. Erhöhungen um bis zu 24% wurden bemerkt. Auch wenn die Mietpreisbremse eingeführt wurde, so gehen Experten jedoch davon aus, dass der Rückgang der Preise vor allem im Zusammenhang damit steht, dass in Köln durchaus preiswert Wohnraum zur Verfügung steht, so dass hier kein erhöhter Bedarf an Wohnraum besteht, der eine starke Preissteigerung erklären würde.

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