In den letzten Jahren klagen Städte und Kommunen immer häufiger über ihre leeren Kassen. Eine Möglichkeit diese zu füllen ist die Grundsteuer, welche in diesem Jahr angehoben wird.

Anstieg der Grundsteuer in zahlreichen Städten

Stein des Anstoßes ist die Grundsteuer B, deren Höhe von den Ländern bestimmt wird. Die beschert den Städten und Gemeinden jährlich etwa 12 Milliarden Euro – Tendenz steigend, denn 2016 wollen zahlreiche Kommunen und Städte wie beispielsweise

  • Bochum,
  • Bremen,
  • Wilhelmshaven,
  • Leverkusen,
  • Mönchengladbach,
  • Wiesbaden und
  • Paderborn

weiter an der Steuerschraube drehen. Von diesem Anstieg sind allerdings nicht nur die Immobilienbesitzer betroffen, sondern auch die Mieter, denen die zusätzlichen Kosten höchstwahrscheinlich über die Nebenkostenabrechnung in Rechnung gestellt wird.

Tipp! Am teuersten wird es z. B. in Duisburg, Bergneustadt, Bochum und Berlin, wo der Hebesatz bei mehr als 800 Prozent liegt – und somit eine der höchsten Grundsteuern in ganz Deutschland erhoben wird.

Nordrhein-Westfalen ist teurer Spitzenreiter

Insgesamt betrachtet führt Nordrhein-Westfalen die Liste der meisten Gemeinden an, die eine Anhebung der Grundsteuer planen. Ziel ist es einerseits die schlechte finanzielle Lage einiger Gemeinden zu verbessern, aber auch wohlhabende Kommunen in die Position zu bringen, finanziell schwächere Ortschaften zu unterstützen.

Der Fall Freudenberg – Es geht auch anders

Auch wenn Experten wie Rainer Holznagel, der Präsident des Bundes der Steuerzahler oder DIHK-Hauptgeschäftsführer, Martin Wansleben, diese Entwicklung besorgniserregend finden und verurteilen, gibt es Grund zur Hoffnung. In Freudenberg sollte im Jahr 2014 die Grundsteuer um fast 500 Prozent angehoben werden. Aufgrund der massiven Kritik gab der Gemeinderat dem Druck jedoch nach und erhöhte die Grundsteuer „nur“ um rund 200 Prozentpunkte.

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