Fortan können Kleinanleger übertragbare Immobilienanteile per Blockchain erwerben.

Kleinanleger sind dank Proptech Brickblock seit einigen Wochen in der Lage Immobilienanteile von mindestens 100 Euro an einer zu renovierenden Wohnimmobilie über die Blockchain zu zeichnen. Die Immobilie befindet sich in Wiesbaden-Dotzheim und das Ziel sei es von der Investitionssumme — in Höhe von 2,2 Millionen Euro — 800.000 Euro durch Kleinanleger zu erhalten.

Die Minderheitsgesellschafter werden in einer derartigen Struktur nicht im Grundbuch vermerkt, sondern nur die Projektgesellschaft. Anstelle der Durchführung eines Standard-Crowdfundings erfolge die Übertragung der entsprechenden Anteile über die Ethereum-Blockchain. Es verhält sich dabei so, dass Ethereum der Kryptowährung Ether zugrunde liegt. Diese stellt nach Bitcoin die zweitgrößte Digitalwährung dar. Dabei wird im ersten Schritt eine gewisse Anzahl an Ethers von dem Anleger erworben, der sich an der Investition eines Objekts beteiligen möchte, das von Brickblock angeboten wird. Ein Smart Contract sorgt dafür, dass der jeweilige Anteil mit Brickblock verbunden bleibt. Die Provision, die dem Unternehmen bei einem Weiterverkauf zuteilwird, beträgt 0,5 %.

Für Crowdfunder sei es nicht leicht, einen Sekundärmarkt zu bilden. Die Blockchain versetzt Anleger dagegen in die Lage die Immobilienanteile weiterzuverkaufen, anstatt über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren an die Investition gebunden zu sein.

Aber nicht nur Kleinanleger können laut Experten vom Handel mit der Blockchain profitieren, sondern es biete außerdem Potenzial für Profi-Investoren. Besonders wenn es um Transaktionen geht, die grenzüberschreitend sind, sei es möglich den Bürokratie-Aufwand deutlich zu reduzieren. Allerdings sei es notwendig, dass die Blockchain zuerst den Beweis liefert, dass Sicherheit und Transparenz gewährleistet sind.

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