Licht, das auf Sprachkommandos reagiert, Rollläden, die wie von Geisterhand zugehen und eine Heizung, die sich automatisch ausschaltet, sobald das Fenster geöffnet wird? Dank eines Smart-Home-Systems können viele Abläufe ganz automatisch erfolgen.

Smart-Home-Anwendungen liegen voll im Trend und werden mittlerweile schon von 36 % aller Deutschen verwendet, so das Ergebnis einer vom Marktforschungsinstitut Splendid Research durchgeführten Studie. Weitere 40 % haben prinzipiell Interesse an einem solchen System signalisiert. Lediglich 24 % lehnen eine Nutzung ab, was häufig mit Unsicherheit in Bezug auf die Privatsphäre und mangelnder Datensicherheit begründet wird.

Warum lohnt sich ein Smart Home?

Nicht nur Technikbegeisterte kommen mit einem Smart Home voll auf ihre Kosten. Der Sinn und Zweck des Smart-Home-Konzepts ist nämlich, das Wohnen einfacher und angenehmer zu gestalten. Neben dem Plus an Komfort kann damit zudem Energie gespart und für mehr Sicherheit gesorgt werden. Ein Smart Home kann auf sehr vielfältige Weise das Leben erleichtern. Je nach System kann sich das Licht im Flur automatisch anschalten, wenn Sie das Haus betreten oder das Licht im Wohnzimmer angehen, sobald die Dunkelheit einsetzt, die Rollläden können zu einer festgelegten Uhrzeit automatisch heruntergelassen werden, sobald die Fenster geöffnet werden, kann der Heizkörper gesteuert werden und noch viel mehr.

Die richtige Planung

Ein Smart Home bietet zahlreiche Möglichkeiten und kann ganz nach Ihren Wünschen gestaltet und angepasst werden. Zur Planung gehört es daher, sich vorab Gedanken darüber zu machen, was Sie gerne hätten und von Ihrem Smart Home erwarten. Wenn Sie am liebsten gleich ein System möchten, das so gut wie alles kann, dann ist das System komplexer, als wenn Sie beispielsweise nur die Heizung automatisch anschalten lassen möchten. Überlegen Sie, was Ihnen wichtig ist und setzen Sie Ihr Budget.

Ihre Wohnsituation spielt bei der Planung und Auswahl des Systems eine Rolle. So sind verschiedene Systeme erhältlich, je nachdem ob Sie Mieter oder Eigentümer sind, ob Sie in einem Altbau wohnen oder gerade ein Haus bauen.

Ein Neubau mit Smart-Home-System

Wenn Sie dabei sind, ein neues Haus zu bauen, dann überlegen Sie, ob es sinnvoll wäre, ein Smart-Home-System mit einzuplanen. Wichtig ist dabei, dass der Strom an der richtigen Stelle verfügbar ist. Neben genügend Steckdosen und Schaltern sollte das Stromnetz zusätzlich über ein sogenanntes Bus-Netz verfügen. Mit einem solchen parallel zum Stromnetz verlaufenden Steuerungsnetz in der Wand können Schalter mit Geräten verbunden werden. Wer bereits ein solches System bei der Planung berücksichtigt, der kann bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt damit ganz einfach zum Smart Home umrüsten. Die festverkabelten Smart-Home-Systeme sind relativ wartungsarm und stellen dadurch eine gute langfristige Lösung dar.

Smart-Home-System für Altbau- und Mietwohnungen

Sie wohnen in einer Altbauwohnung oder zur Miete? Kein Problem, denn anstatt nachträglich Kabel zu verlegen, können modulare Smart-Home-Systeme installiert werden, die kabellos sind. Dabei handelt es sich meistens um sogenannte Plug-&-Play-Systeme, die im Gegensatz zu den Kabelsystemen relativ einfach und schnell zu installieren sind. Die erworbenen Produkte müssen lediglich ans Stromnetz angeschlossen werden oder im Fall von Sensoren die Batterien eingelegt werden. Mittels der leicht zu bedienenden Software können diese nun am PC oder Smartphone eingerichtet werden und schon sind sie funktionstüchtig. Nicht nur die Installation ist einfach, sondern auch die Deinstallation, wodurch sich diese Art von Smart-Home bei einem Umzug problemlos mitnehmen lässt.

Starter-Sets

Es gibt fast unbegrenzte Möglichkeiten. Wenn Ihnen Smart-Home-Systeme noch nicht geläufig sind, Sie aber daran interessiert sind, dann können Sie auch klein anfangen. Es gibt nämlich zahlreiche Anbieter, die für Smart-Home-Einsteiger Starter-Sets anbieten. Diese Sets sind häufig auf einen bestimmten Teilaspekt ausgerichtet, wie beispielsweise Energiesparen, Sicherheit oder Komfort. Dadurch können Sie ein Smart-Home-System zunächst im kleinen Rahmen ausprobieren, bevor Sie es im ganzen Haus installieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, zwei Aspekte miteinander zu verbinden, um ganz neue und nützliche Funktionen zu erhalten. So könnten die Systeme beispielsweise zu Ihrer Sicherheit so kombiniert werden, dass ein Öffnen des Fensters nicht nur die Heizung steuert, sondern nachts, und wenn Sie nicht zu Hause sind, auch Alarm schlägt.

Sicherheit

In puncto Sicherheit bieten nicht alle Smart Homes ausreichend Schutz vor Hackern. Vor der Anschaffung sollten Sie diesen Aspekt daher genau beleuchten. Einen seriösen Smart-Home-Anbieter können Sie beispielsweise daran erkennen, dass dieser Ihre Fragen zum Thema Sicherheit ganz genau beantwortet und eventuelle Sicherheitsbedenken nicht verheimlicht, sondern auch in den Produktbeschreibungen und Datenblättern darauf hinweist.

Fazit:

Smart-Home-Systeme können eine große Bereicherung für Ihr Heim darstellen und es gibt eine Menge Möglichkeiten zur Auswahl. Lassen Sie sich am Besten ausführlich von einem Fachhändler beraten, damit Sie lange Freude an Ihrer Smart-Home-Lösung haben. Falls Sie Ihr Haus eines Tages zum Verkauf anbieten möchten, dann stellt ein Smart Home ein besonderes Highlight dar, mit dem Sie auf jeden Fall punkten können.

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