Laut einer Studie des BBSR existieren keine verlässlichen Zahlen in Bezug auf die Anzahl der energetisch sanierten Wohngebäude. 

Aktuelle Studie des BBSR

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat in einer aktuellen Studie die Lage des Gebäudebestands untersucht. Das Ergebnis war, dass es zurzeit nicht möglich sei, die Fortschritte in Sachen Modernisierung auf verlässliche Weise zu messen. Unterstellt wird in der Regel in der politischen Debatte eine Sanierungsrate, die jährlich etwa 1 % beträgt. Laut der BBSR-Analyse fußt diese Zahl jedoch auf Daten – die aus dem Zeitraum zwischen 2005 und 2008 stammen – von nur 0,5 Promille des gesamten Wohngebäudebestands. Es wurde zudem festgestellt, dass Heizungsmodernisierungen hierbei wohl gar nicht berücksichtigt wurden.

Die Sanierungsquote

Um die von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzziele bis zum Jahr 2050 erreichen zu können, wird von der Regierung erwartet, dass Hauseigentümer die Sanierungsquote mindestens verdoppeln. Laut des Eigentümerverbands Haus & Grund Deutschland sei die Sanierungsquote aber wahrscheinlich schon längst erreicht. Die Wohneinheiten gehörten zu mehr als 80 Prozent privaten Einzeleigentümern, die eher kleinteilig investierten und die Maßnahmen meist aus eigener Tasche bezahlten. Allerdings würden diese Art von Investitionen laut Haus & Grund an keiner Stelle erfasst.

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