Viele Menschen nutzen die geringen Zinsen, um sich eine Immobilie zu kaufen und das nicht ohne Hintergedanken. Immerhin gehen viele Käufer davon aus, dass die derzeitige Wertsteigerung von Immobilien auch auf die Dauer weiter anhält. Dabei sollte aber dennoch der Blick für das Wesentliche nicht verloren gehen, denn nicht immer ist auf die Wertsteigerung auch Verlass.

Heute ein Haus für 250.000 Euro kaufen und in ein paar Jahren dann ein Haus mit Wert von 300.000 Euro haben? So oder ähnlich sieht die Rechnung vieler Immobilienkäufer inzwischen aus, denn es ist allgemein bekannt, dass die Immobilienpreise steigen und damit auch eine Wertsteigerung einhergeht. Aktuelle Umfragen zeigen nun, dass gerade diese Wertsteigerung dafür sorgt, dass Käufer immer mutiger werden und eine Immobilie sogar als Schutz vor der Inflation ansehen.

Positive Stimmen von den Kapitalanlegern

Der Immobilienkauf betrifft nicht nur Privatpersonen, die ihre Immobilie auch wirklich privat nutzen möchten. Natürlich beobachten auch Kapitalanleger den Markt und bilden sich eine Meinung. Hier ist ebenfalls mit positiven Resonanzen zu rechnen, denn die Kapitalanleger sehen den Kauf von Immobilien nach wie vor sehr zuversichtlich. So geht zumindest jeder Fünfte davon aus, dass Immobilien einen Wertzuwachs bringen können. 62% der Kapitalanleger, die eine Immobilie kaufen, um sie für die Fremdnutzung zur Verfügung zu stellen, gehen sogar davon aus, dass die Wertsteigerung auf die Dauer ausreicht, um einen Ausgleich zur Inflation darzustellen. Das ist eine Steigerung im Vergleich zu den Ergebnissen aus vergangenen Jahren. So haben sich Kapitalanleger im Jahr 2011 noch anders geäußert. Hier ist tatsächlich nur jeder Zehnte davon ausgegangen, dass eine Wertsteigerung zu einem Inflationsausgleich führen kann.

Was sagt der Preisindex?

In erster Linie sind es vor allem die eigenen Marktbeobachtungen, die für den Eindruck sorgen, der in Bezug auf die Wertsteigerung von Immobilien entsteht. Spannend ist es daher, einen Blick auf den Preisindex zu werfen und zu schauen, ob die Eindrücke denn auch tatsächlich stimmen. Der Preisindex des Unternehmens Europace, kurz EPX genannt, macht deutlich, dass sowohl Ein- als auch Zweifamilienhäuser 2016 wieder im Preis gestiegen sind und sich der Trend der letzten zwei Jahre hier fortsetzt. Anders sieht es bei Neubauhäusern sowie bei Wohnungen aus, hier zeigt sich ein Rückgang. Dieser ist jedoch sehr gering und ein Blick auf die Vergangenheit zeigt, dass kleine Rückgänge durchaus normal waren und sich der Trend zur Preissteigerung gehalten hat. Der Gesamtindex kann eine Steigerung in Höhe von 0,55% verzeichnen. Ein Rückgang um 0,1% wurde bei den Eigentumswohnungen sowie bei den Neubauhäusern dagegen vermerkt. Im Jahresvergleich jedoch zeigt sich in allen Bereichen eine Steigerung, bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist diese besonders hoch mit 8,33%, dann folgen die Eigentumswohnungen und schließlich die Neubauhäuser.

Der Gedanke, die Inflation durch den Kauf von Eigentum zu umgehen, ist nicht neu. Durch die steigenden Preise und den zunehmenden Mut der Käufer passiert es jedoch auch, dass sich schnell finanziell übernommen wird. Daher ist vor dem Kauf einer Immobilie eine Finanzierungsberatung, gerade für Privatpersonen, besonders wichtig.

 

 

 

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