Spielen Sie mit dem Gedanken, Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen? Dann stellt sich die überaus wichtige Frage nach dem Wert Ihrer Immobilie, damit Sie wissen, zu welchem Preis Sie diese auf dem Markt anbieten können. Es gibt verschiedene Verfahren, um den Marktwert bestimmen zu können. Im heutigen Ratgeber werden wir die Wohnmarktanalyse und das Immobiliengutachten unter die Lupe nehmen.

Wohnmarktanalyse

Eine Wohnmarktanalyse dient dazu, Ihnen auf schnelle und einfache Weise eine realistische Einschätzung über den tatsächlichen aktuellen Wert Ihrer Immobilie zu geben. Diese können Sie sogar ganz bequem von Zuhause aus im Internet durchführen lassen, indem Sie einfach die relevanten Daten eingeben, zum Beispiel hier. Zusätzlich zur Online-Bewertung können Sie einen kompetenten Immobilienmakler mit einer Objektbesichtigung beauftragen, um eine umfassende Marktwertanalyse durchzuführen und eine wertvolle Hilfestellung bei der Ermittlung des optimalen Verkaufspreises zu erhalten.

Diese Möglichkeit der Wertermittlung können Sie in manchen Fällen kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr in Anspruch nehmen.

Gutachten

Ein Gutachten ist hingegen mit erheblich mehr Aufwand und Zeit verbunden. Es wird von einem qualifizierten Sachverständigen erstellt, das kann in vielen Fällen ein Architekt oder ein Ingenieur sein. Dieser Sachverständige prüft die gesamten Unterlagen und nimmt die Begutachtung vor Ort vor.

Bei einem Gutachten wird die Immobilie viel eingehender untersucht und es werden dabei eine ganze Reihe von verschiedenen Faktoren berücksichtigt. Für ein verlässliches Ergebnis benötigt der Gutachter daher wichtige Unterlagen, die der Eigentümer beschaffen muss. Dazu gehören zum Beispiel ein Grundbuchauszug und ein Flurkartenauszug, die beide höchstens drei Monate alt sein dürfen, Wohnflächenberechnung, diverse Bauzeichnungen, Nachweise über Modernisierungen und mehr.

Nach der gründlichen Überprüfung der Dokumente und der sorgfältig durchgeführten Objektbesichtigung wird das Gutachten schriftlich ausgearbeitet. Dies kann rund zwei Wochen in Anspruch nehmen. Die Kosten für ein Gutachten richten sich unter anderem nach dem Wert der Immobilie. Es ist empfehlenswert, vorab eine Kostenvereinbarung zu treffen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Es kann, je nach Bedarf, entweder ein Kurzgutachten oder ein vollständiges Gutachten erstellt werden. Diese beiden unterscheiden sich zum einen im Preis (ein Kurzgutachten ist in der Regel um einiges günstiger) und zum anderen in ihrer rechtlichen Qualität (nur ein vollständiges Wertgutachten hat bei Gerichtsverfahren Bestand).

Wann ist ein Gutachten sinnvoll oder sogar erforderlich?

Es gibt Situationen, in denen eine Wohnmarktanalyse nicht ausreicht. Vor Gericht haben beispielsweise nur Gutachten Bestand. Im Falle einer Scheidung, bei Erbauseinandersetzungen oder bei anderen Konflikten, die vor Gericht landen, ist daher ein rechtsgültiges Gutachten sinnvoll. Auch bei Immobilienkäufen ab einer bestimmten Kredithöhe verlangen Banken in der Regel ein Gutachten. Ebenso erforderlich ist ein Gutachten bei Vermögensaufteilungen und Zwangsversteigerungen.

Fazit:

Wohnmarktanalysen sind schnell und unkompliziert und können Ihnen einen ersten Eindruck über den Wert Ihrer Immobilie bieten. Wie Sie gute von schlechten Immobilienbewertungen unterscheiden können, erfahren Sie hier.

Da ein Gutachten generell mit viel Aufwand verbunden ist und die Kosten um einiges höher liegen als für eine Wohnmarktanalyse, ist es empfehlenswert, dass Sie sich vorab mit einem Immobilienspezialisten in Verbindung setzen. Dadurch können Sie klären, ob Sie in Ihrem speziellen Fall ein Gutachten benötigen, oder ob eine Wohnmarktanalyse ausreichend ist. Die erfahrenen Makler von CENTURY 21 beraten Sie diesbezüglich gern.

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