Die Anfrage nach Immobilien und Bauland hält weiter an. Vor allem in Städten wird es immer enger – doch eine Reform des Baulandes soll nun für Entlastung sorgen.

Reform des Baugesetzes: Wohnimmobilien neben bestehenden Gewerbeflächen

Um die Innenentwicklung von Städten voranzubringen und eine maßvolle Verdichtung zu ermöglichen, sollen Wohngebiete künftig auch direkt neben genutzten Gewerbegebieten entstehen können. Vor allem die Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) steht hinter der geplanten Reform für das Baugesetz, um dem schnellen Anstieg von Kaufpreisen und Mieten entgegenzuwirken.

Hierzu soll die Baugebietskategorie „urbane Gebiete“ geschaffen werden, bei der bestehende Regelungen zu Abstandsgeboten und Lärmschutz aufgeweicht werden sollen.

Das Problem: Die Lärmrichtwerte sollen deutlich höher sein als bestehende Richtwerte für Mischgebiete, die ohnehin schon bei vielen Menschen unbeliebt sind.

Vergleich der Lärmschutzbestimmungen:

  • reine Wohngebiete: 50 Dezibel (dB) tagsüber, 35 dB nachts
  • Mischgebiete: 60 dB tagsüber, 45 dB nachts
  • urbane Gebiete: 63 dB tagsüber, 48 dB nachts

Schallschutzfenster als Lösung?

Um Konflikte aufgrund der hohen Lautstärke zu vermeiden, schlägt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer beim Deutschen Mieterbund (DMB) Schallschutzfenster vor, welche Mieter vor starker Lärmbelästigung schützen sollen. Bislang resultieren daraus jedoch zwei Herausforderungen:

  1. Es gibt bislang jedoch noch keine Auflagen für eine besondere Lärmschutzverglasung, was bedeutet, dass Projektentwickler und Wohnungsunternehmen selbst entscheiden können, welche Fenster verbaut werden.
  2. Diese Lärmschutzfenster kosten mehr Geld als normale Fenster.

Sollten letztere jedoch trotz der höheren Lärmbelästigung verbaut werden, besteht das Risiko, dass die Wohnungen gar nicht oder nur unrentabel vermietet werden können.

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