Am vergangenen Mittwoch fand die monatliche Tagung der FED statt, bei der es auch um die Anhebung des Leitzinses ging. Die US-Notenbank entschied sich abermals dagegen, doch die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende steigt dennoch.

Weshalb die Zinswende ausbleibt

Die gute Nachricht: Der Brexit hat weniger direkte Auswirkungen auf den Markt, als von Ökonomen befürchtet. Doch die globalen Unsicherheiten veranlassten die FED erneut, den Leitzins nicht anzuheben. Allerdings betrachten Experten, wie das „Londoner Analysehaus Capital Economics“, die amerikanische Wirtschaft als stabil und der Arbeitsmarkt boomt – kurz: das Wirtschaftswachstum verzeichnet ein starkes Wachstum.

Das alles sind Gründe, wegen denen eine Anhebung des Leitzinses im September aus Sicht vieler Volkswirte realistischer wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass noch dieses Jahr die Zinswende eingeläutet wird, liegt nach Experten der Finanzmärkte schon bei 50 Prozent, die einer Erhöhung zum Ende des dritten Quartals kletterte auf 26 Prozent. Deutlich höher werden die Chancen der Anhebung des Leitzinses allerdings für die nächsten zwei Jahre gehandelt.

Die Folgen einer Zinswende auf die Immobilienbranche

Die dauerhafte Unsicherheit ist nicht nur auf den Finanzmärkten zu spüren, denn auch Immobilienbesitzer fragen sich immer öfter, wann der perfekte Moment zum Kauf ihrer Immobilie ist. In den letzten Monaten kletterten die Preise für Wohnimmobilien immer höher – doch im Falle einer Zinswende könnten die Preise schnell wieder sinken, da die Menschen weniger bereit sind, Kredite aufzunehmen.

Tipp! Dazu kommen die neuen Auflagen für Banken, durch die es für Geringverdiener und junge Familien immer schwerer wird, einen Kredit aufnehmen zu können.

Ein weiteres Problem, das sich aus einer Verschiebung von Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt ergibt: Derzeit ist die Nachfrage nach Immobilien aufgrund guter Kredit-Konditionen deutlich größer als das Angebot, da zudem viele Immobilienbesitzer ihre Objekte noch behalten und auf höhere Verkaufspreise spekulieren. Doch im Falle einer Zinswende kann sich dieser Trend schnell umkehren, was sich ebenfalls auf die Verkaufserlöse auswirkt.

Daher lauten Expertenempfehlungen immer öfter, eine mögliche Zinswende nicht erst abzuwarten, sondern vorher zu verkaufen – und so das Risiko eines deutlich geringeren Verkaufspreises auszumerzen.

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