Im Jahr 2014 wurden 2,7 Milliarden USD durch Building Information Modeling (BIM) umgesetzt und die Unternehmensberatung Roland Berger schätzt, dass im Jahr 2022 auf der ganzen Welt bereits etwa 11,5 Milliarden USD durch BIM umgesetzt werden.

Ein mehrjähriger Übergang erforderlich

Mittlerweile ist BIM bei vielen Unternehmen gefragt, darunter die hessische Straßenbaubehörde und die Deutsche Bahn. Ob in der Bauindustrie oder im Facility-Management (FM), viele Unternehmen wissen sowohl die Qualität zu schätzen, die die BIM-Methode bieten kann, als auch die exaktere zeitliche Planung und können dadurch die Effizienz erhöhen.

Dank der BIM-Technologie sind Architekten und Planer in der Lage, die Entscheidung zu treffen, welche Art von Materialien Verwendung finden sollen und wer sich um die Ausführung der Aufträge kümmern soll. Branchenexperten nehmen allerdings an, dass für BIM mit einer langen Übergangszeit zu rechnen sei, die voraussichtlich rund fünf bis zehn Jahre betragen wird.

Initiativen ins Leben gerufen

Im Rahmen eines hessischen Kompetenznetzwerk (Cluster) haben Landesbehörden, Verbände von Ingenieuren und Architekten getagt, mit dem Ziel, das Thema BIM voranzutreiben. Zudem haben Repräsentanten aus dem FM-Sektor zum zweiten Round-Table zusammengefunden, bei dem es um BIM im Gebäudebetrieb ging. Dabei sollen die vielen Einzelinitiativen verstärkt gebündelt werden, Datenstandards definiert werden, ein Wissensaustausch ermöglicht werden sowie rechtliche Risikofaktoren geklärt werden.

Zwar ist ein internationaler Standard in Bezug auf den Datenaustausch im Rahmen der Industry Foundation Classes bereits vorhanden, jedoch ist es von Bedeutung, dass jeweils geeignete Teilausschnitte definiert werden, da je nach Wertschöpfungsstufe verschiedene Daten Vorrang haben. Wenn es nicht mehr erforderlich wäre in der Praxis alle Daten zu übertragen, dann könnte der Austausch damit um ein Vielfaches vereinfacht werden.

 

Was ist BIM?

Building Information Modeling (BIM) heißt übersetzt Gebäudedatenmodellierung. Hierunter versteht man eine Verfahrensweise, die für eine optimierte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauobjekten sorgt. Mittels BIM können Daten und Informationen für den kompletten Immobilienlebenszyklus auf strukturierte Art und Weise bereitgestellt werden. Sowohl Bauingenieure als auch Bauunternehmer und Planer haben die Möglichkeit, auf den Entwurf zuzugreifen.

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