Der Immobilienverband Deutschland, kurz IVD, fordert eine Übergangsregelung für das Bestellerprinzip. Es soll heute unter dem Mietrechtsnovellierungsgesetz vom Bundestag verabschiedet werden. Der IVD sieht eine nahtlose Änderung allerdings

Beim Inkrafttreten des Bestellerprinzips zahlt derjenige den Makler, der ihn angeheuert hat. Der IVD hatte hierzu bereits eine Verfassungsklage angekündigt, jetzt folgt die Forderung nach einer Übergangsfrist von mindestens drei Monaten. Aus Sicht des Maklerverbandes ist es nicht zulässig, die Gesetzesänderung direkt gelten zu lassen. Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD, fordert deshalb eine Übergangsfrist: „Ohne eine solche Regelung wird es zu einer Rechtsunsicherheit kommen, wer den Immobilienmakler für die Wohnungsvermittlung bezahlt.“

Unsicherheit über Zahlungen der Provision

Schick weist vor allem darauf hin, dass eine Unsicherheit bei Aufträgen bestehe, die vor der Neuregelung erteilt worden sind. So heißt es beim IVD weiter: „Da dieser Auftrag aufgrund der bisherigen Rechtslage für den Vermieter provisionsfrei war, kann es nicht sein, dass auch der Mieter nichts zahlen muss.“

Bestellerprinzip: Vorbereitungsphase für Makler

Der Maklerverband hält deshalb eine Übergangsfrist von mindestens drei Monaten zwischen Verkündung und Inkrafttreten des Bestellerprinzips für angemessen. Besonders die Wohnungsvermittler bedürfen nach Ansicht des IVD eine Vorbereitungszeit. Als Grund wird hier die komplizierte Neuregelung genannt. Durch die Übergangsfrist könnten sich Makler und Mietinteressanten sowie Vermieter an die neue Regelung gewöhnen.

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