Die Wetterverhältnisse im Februar 2018 haben anscheinend dazu geführt, dass Baustellen zum Stillstand gebracht wurden. Nahegelegt wird dies durch eine erfolgte Auswertung der von den Baufirmen an die Sozialkassen der Bauwirtschaft (Soka-Bau) geschickten Beitragsmeldungen.

Nach der Übermittlung der Anzahl der lohnzahlungspflichtigen Stunden gewerblicher Arbeitskräfte für den Monat Februar durch die meldepflichtigen Firmen ist deutlich geworden, dass diese im Vergleich zu Januar 2018 um 5 % gesunken sind. Dies sei zwar saisonbedingt, aber auch verglichen mit dem Vorjahresmonat (Februar 2017), wurde ein eindeutiges Minus von 4,6 % verzeichnet. Während das effektive Arbeitsvolumen im Monat Januar im Vergleich zu Dezember 2017 auch bereits um 3,6 % geschrumpft war, ist es allerdings im Vorjahresvergleich wieder um 3,4 % angestiegen.

Einbußen bei der Bruttolohnsumme

Aber nicht nur die lohnzahlungspflichtigen Stunden haben sich vermindert, sondern auch die Bruttolohnsumme. Im Vergleich zu Januar 2018 ist die Bruttolohnsumme im Februar 2018 um ganze 6 % geschrumpft und verglichen mit dem Vorjahresmonat (Februar 2017) um 4,1 %. Die Zahl der gewerblichen Arbeitskräfte ist hingegen im Februar gleich geblieben. Die Soka-Bau geht davon aus, dass das Wetter bei der schwächeren Bautätigkeit eine Rolle gespielt hat, denn im Februar war es deutlich kühler als gewohnt und es herrschte zum Teil strenger Frost.

Während das deutsche Bauhauptgewerbe im Januar das neue Jahr mit einem beträchtlichen Auftragsplus eingeläutet hat, seien die Auftragseingänge im Folgemonat bereits um 12,8 % abgeflaut. Auch die Anzahl der Baugenehmigungen im Hochbau sind zu Beginn des Jahres im Wohnungsbausektor und auch im Nichtwohnungsbau zurückgegangen und verzeichneten im Januar 2018 ein Minus von 4,8 %.

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