Im Finanztest der Stiftung Warentest konnten nur drei von zwanzig Bausparkassen mit guten Leistungen punkten. Ganze vier Bausparkassen fielen durch. Fehler bei der Beratung, eine mangelhafte Qualität der Angebote und ungenügende Informationen können den Sparer teuer zu stehen kommen.

Bausparen lohnt sich dann, wenn das Angebot optimal auf die Bedürfnisse des Bausparers abgestimmt ist. Die Testkunden des Finanztests hatten ein konkretes Ziel. Sie wollten zehn Jahre lang 400 Euro monatlich sparen, um dann eine Immobilie zu günstigen Darlehenskonditionen zu finanzieren. Voraussetzung dafür, dass das funktioniert, ist eine passende Bausparsumme gepaart mit einem Darlehen in geeigneter Höhe mit, im Verhältnis zum Einkommen, zahlbaren Kreditraten. Die Berater der meisten Bausparkassen jedoch waren im Test nicht in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen.

Beratungsfehler und intransparente Bausparverträge

Die gravierendsten Folgen haben Verträge, bei denen zu hohe Summen angespart werden sollen. Der Grund dafür ist, dass die Bausparsummen in einem solchen Fall nicht pünktlich für den in zehn Jahren geplanten Kauf abrufbar sind und dementsprechend auch das Darlehen nicht zeitgerecht zur Verfügung steht. Jeder zwölfte Kunde hätte laut Finanztest mehr als fünfzehn Jahre darauf warten müssen, seine Auszahlung zu erhalten. Darüber hinaus wurden den Testpersonen mitunter Verträge empfohlen, bei denen die Kreditraten während der Rückzahlungsfrist erdrückend hoch gewesen wären. Auch verschenkte Riester-Förderungen gehörten zu den gängigsten Beratungsfehlern. Eine übersichtliche, schriftliche Information über die Angebote war den meisten Bausparberatern nicht möglich. Höhe, Laufzeit und Gebühren waren in den Angeboten mitunter gar nicht enthalten, sodass die Testpersonen teilweise mit groben Angaben nach Hause gehen mussten. Die einzigen Bausparkassen, die mit dem Qualitätsurteil „Gut“ bedacht wurden, waren die LBS Baden-Württemberg, Wüstenrot und die LBS Ost.

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