Die steigenden Mieten bereiten vielen Menschen Bauchschmerzen, denn der aktuelle Immobilienboom sorgt dafür, dass in vielen Regionen die Preise angezogen werden. Dennoch gibt es gute Nachrichten. Immer mehr Mieter haben die Möglichkeit, größere Wohnungen zu nutzen. Dies hängt damit zusammen, dass das Einkommen schneller steigt als die Preise der Mieten.

Gute Neuigkeiten für die Mieter in Deutschland. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat eine Untersuchung durchgeführt und festgestellt, dass der Deutsche sich mit einem Viertel seines Gehaltes heute mehr Wohnraum leisten kann als vor sechs Jahren. Der Durchschnitt bei den Quadratmetern, den sich ein deutscher Haushalt heute leisten kann, sind 94 qm. Im Jahr 2010 waren es noch 92 qm. Als Maß für die Miete wurden 25 Prozent des Einkommens angesetzt. Grundsätzlich wird empfohlen, nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für die Miete aufzuwenden.

Mehr Zunahme bei dem Einkommen

Die Untersuchung hat ergeben, dass bundesweit die Mieten in den letzten sechs Jahren durchschnittlich um 10,2 Prozent angestiegen sind. Bei dem Einkommen ist dagegen durchschnittlich ein Zuwachs in Höhe von 11,5 Prozent zu vermerken. Die durchschnittlichen Mietkosten übersteigen in lediglich 20 von insgesamt 402 Kreisen den Betrag von neun Euro pro Quadratmeter. Auch hier wurde ein Durchschnitt errechnet. So beträgt der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter derzeit rund sieben Euro. Auch der Anstieg bei den Nebenkosten in den letzten Jahren ist gering. Hier müssen Mieter durchschnittlich mit einer Mehrbelastung in Höhe von sieben Prozent rechnen.

Kein Glück für die Großstädter

Zwar klingen die Nachrichten gut, gerade die Großstädter profitieren davon jedoch nur wenig. Wer in den Metropolen, wie Berlin und München oder Hamburg lebt, der kann nicht profitieren. Die Kosten sind so stark angestiegen, dass sich dies mit einem erhöhten Einkommen nicht ausgleichen lässt. So gibt es ein besonders großes Gefälle bei den beliebten Großstädten. Zwischen den Jahren 2010 und 2016 ist beispielsweise in Berlin ein Preisanstieg in Höhe von 26 Prozent bei den Mieten zu vermerken. In Hamburg sind es 12 Prozent, in München 16 Prozent. Wer hier nicht mehr als ein Viertel seines Einkommens ausgeben möchte, der kann durchschnittlich lediglich 70 qm bewohnen. Gerade für Familien stellt dies ein Problem dar.

Wirklich abschreckend sind diese Fakten allerdings nicht, denn allein nach Berlin sind seit dem Jahr 2010 zusätzlich 240.000 Menschen gezogen und das trotz der Kosten und der Wohnungsknappheit. Das gilt auch für München. Bekannt als eine der teuersten Städte Deutschlands in Bezug auf die Mieten, hat es dennoch zusätzliche 140.000 Menschen in die bayerische Landeshauptstadt gezogen.

Umzug nach London kann sich lohnen

Wer schon einmal darüber nachgedacht hat, nach London zu ziehen, bisher aber dort von den Mieten abgeschreckt wurde, der kann nun profitieren. Seit dem Jahr 2010 ist nun erstmals eine Kostensenkung bei den Mieten zu verzeichnen. Auch der landesweite Mietanstieg in England ist mit 1,5 Prozent so gering wie schon seit dem Jahr 2012 nicht mehr. Dies hängt damit zusammen, dass das Interesse an Ausländern an den Immobilien in London zurückgegangen ist.

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