Im vergangenen Jahr betrugen die Mehreinnahmen der Bundesländer durch die Grunderwerbsteuer 11,2 Mrd. Euro. Nach Aussagen des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums ist dies ein Plus von ca. 20,4 %.

Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Dies sei zum einen auf die Anhebung der Grunderwerbsteuer in einigen Bundesländern zurückzuführen. Spitzenreiter waren Brandenburg (+54,5%) und Nordrhein-Westfalen (+32,1%), von denen letztere ganze 616 Mio. Euro mehr dank der Erhöhung zum Jahresanfang 2015 eingenommen hatten. Brandenburg dagegen hatte die Grunderwerbsteuer hingegen erst im Juli 2015 angehoben und konnte dennoch derartige Mehreinnahmen verzeichnen – insgesamt im vierten Quartal sogar 76 % mehr als im letzten Quartal des Vorjahres.

Einen entgegengesetzten Effekt verzeichnete allerdings das Saarland, die ein Minus von 0,6 % vermerkten und dadurch nur 83,9 Mio. Euro einnahmen.

Kritik an Steuerwettlauf

Inzwischen werden die ständigen Erhöhungen der Grunderwerbsteuer harsch kritisiert. So ist der Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) beispielsweise der Auffassung, dass es von den Ländern und Gemeinden unmöglich sei, in Anbetracht ständig steigender Immobilienpreise und immer weniger bezahlbarem Wohnraum, die Grunderwerbsteuer zu nutzen, um klaffende Haushaltslöcher zu schließen. So sei diese in den letzten zehn Jahren insgesamt 26 Mal angehoben worden.

Eine Senkung ist nach Angaben des Bundesfinanzministeriums jedoch nicht in Sicht.

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